wischen


wischen
säubern

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wi|schen ['vɪʃn̩] <tr.; hat:
a) durch Streichen, Gleiten über eine Oberfläche entfernen:
den Staub von den Büchern wischen; ich wischte mir den Schweiß von der Stirn.
Syn.: streichen.
Zus.: fortwischen, wegwischen.
b) (den Boden) mit feuchtem Lappen säubern:
den Fußboden, die Treppe, die Küche wischen; <auch itr.> hast du hier schon gewischt?
Syn.: putzen, sauber machen, scheuern, schrubben.

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wị|schen 〈V.〉
I 〈V. tr.; hat
1. etwas \wischen durch reibendes Darüberstreichen mit der Hand, mit einem Lappen o. Ä. reinigen
2. etwas von etwas \wischen etwas durch Reiben von etwas entfernen
● sich die Augen \wischen sich einige Tränen von den Augen trocknen; den Boden (feucht) \wischen; sich den Mund \wischen (mit der Serviette); Staub \wischen / staubwischen ● sich den Schweiß von der Stirn \wischen
II 〈V. intr.; ist
1. über etwas \wischen (reibend) darüberstreichen
2. sich schnell u. gewandt bewegen; oV witschen; Sy 〈umg.〉 wutschen; →a. entwischen
● der Hund wischte aus der Tür; die Maus wischte mir durch die Finger; mit der Hand, dem Ärmel (versehentlich) über Geschriebenes \wischen
[<mhd. wischen „wischen, sich schnell bewegen“ <ahd. wisken „wischen, flüchtig über etwas hinwischen“ <idg. *ueis- „drehen“]

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wị|schen <sw. V.> [mhd. wischen = wischen; sich schnell bewegen, ahd. wisken = wischen]:
1. <hat> eine od. mehrere Bewegungen bes. mit der Hand leicht reibend über eine Oberfläche hin machen:
mit der Hand über den Tisch w.;
sich <Dativ> mit dem Ärmel über die Stirn w.;
du sollst nicht immer in den Augen w.;
jmdm. eine w. (ugs.; jmdm. eine Ohrfeige geben);
einen gewischt kriegen (ugs.: 1. einen elektrischen Schlag bekommen. 2. verwundet werden).
2. <hat>
a) durch Wischen (1) entfernen, von einer Stelle weg an eine andere Stelle bewegen:
den Staub von der Glasplatte w.;
jmdm., sich [mit einem Tuch] den Schweiß von der Stirn w.;
Staub w. (durch Wischen beseitigen);
b) durch Wischen (1) säubern, von etw. Unerwünschtem, Störendem o. Ä. befreien:
jmdm., sich [mit der Serviette] den Mund w.;
sich die Stirn w.;
sie wischte sich die Augen [um ihre Tränen zu verbergen];
[nur] zum Wischen sein (salopp; nichts wert sein, nichts taugen);
c) (bes. nordd.) mit einem [feuchten] Tuch säubern:
den Fußboden, die Treppe w.
3. <ist> sich schnell, leise u. unauffällig irgendwohin bewegen:
eine Katze wischte um die Ecke.

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wị|schen <sw. V.> [mhd. wischen = wischen; sich schnell bewegen, ahd. wisken = wischen]: 1. eine od. mehrere Bewegungen bes. mit der Hand leicht reibend über eine Oberfläche hin machen <hat>: mit der Hand über den Tisch w.; sich <Dativ> mit dem Ärmel über die Stirn w.; du sollst nicht immer in den Augen w.; Ü Auf dem Weg in die Werkstatt ... wischte ihr die Luft aus einem fahlgrauen Himmel durchs Gesicht (Hahn, Mann 157); *jmdm. eine w. (ugs.; jmdm. eine Ohrfeige geben); einen gewischt kriegen (ugs.; 1. einen elektrischen Schlag bekommen. 2. verwundet werden). 2. <hat> a) durch Wischen (1) entfernen, von einer Stelle weg an eine andere Stelle bewegen: den Staub von der Glasplatte w.; jmdm., sich [mit einem Tuch] den Schweiß von der Stirn w.; sich den Schlaf aus den Augen w.; Unter herabhängenden Zweigen, die man aus dem Gesicht w. musste, fühlte auch Ingeborg sich wohl (H. W. Richter, Etablissement 47); Staub w. (durch Wischen beseitigen); b) durch Wischen (1) säubern, von etw. Unerwünschtem, Störendem o. Ä. befreien: jmdm., sich [mit der Serviette] den Mund w.; es (= das Pferd) fährt mit den Lippen über den Barrenrand, eine Geste, als wische es sich das Maul, erst dann taucht es in den Hafer (Frischmuth, Herrin 16); sich die Stirn w.; sie wischte sich die Augen [um ihre Tränen zu verbergen]; *[nur] zum Wischen sein (salopp; nichts wert sein, nichts taugen); c) (bes. nordd.) mit einem [feuchten] Tuch säubern: den Fußboden, die Treppe w.; Zum Glück wischen die schwarzen Zimmermädchen in jenem Hotel nicht unter den Betten (machen sie darunter nicht sauber; Frisch, Montauk 115). 3. sich schnell, leise u. unauffällig irgendwohin bewegen <ist>: Kradräder wischten durch Pfützen (Degenhardt, Zündschnüre 191); eine Katze wischte um die Ecke; Nur dem Drakul gelingt es immer wieder, dicht an der Theke entlang und unbemerkt, unter den Tisch zu w. (Frischmuth, Herrin 33).

Universal-Lexikon. 2012.

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